Unterschiedliche Bedürfnisse brauchen unterschiedliche Lösungen

  • Bildtitel

    Untertitel hier einfügen
    Button
  • Bildtitel

    Untertitel hier einfügen
    Button
  • Bildtitel

    Untertitel hier einfügen
    Button
Lea und Max arbeiten in der Gärtnerei auf dem Auenhof und wohnen seit einiger Zeit in der neuen Wohngemeinschaft der Diakoniestation in Wilferdingen. Die PZ hat kürzlich berichtet.
Dort wohnen aktuell acht Seniorinnen und vier Menschen mit Behinderung in einem extra dafür umgebauten Haus in unterschiedlichen Etagen. Sie werden durch Betreuungskräfte unterstützt und lernen nun, wie sich das Leben mit ihren älteren Mitbewohner anlässt.
Jeweils morgens gehts los mit dem Fahrdienst nach Bauschlott, dort wartet die Arbeit. Zusammen mit ihren Kolleginnen, die zum Teil auf dem Auenhof wohnen und fußläufig zur Arbeit kommen. Nach Feierabend gehts für die beiden dann wieder zurück in die WG. Manchmal braucht es dann nochmal eine extra Fahrgelegenheit, wenn auf dem Auenhof Disco oder ein anderes Freizeitangebot unterstützt durch ehrenamtliche Hilfe stattfindet. 

Viel Neues, alles nicht so einfach, wie wir wohl wissen, denn Inklusion auch mit älteren Menschen  ist am Auenhof seit langem geübte Praxis. 
Wir teilen gern unsere Erfahrungen dazu und wünschen von Herzen gutes Gelingen für den Alltag, nachdem die Eröffnungsreden verklungen sind und die prominenten Redner*Innen abgereist sind.

Hunderte von Menschen mit Behinderung wohnen aktuell in der Region mangels geeignetem Wohnraum aber immer noch bei ihren immer älter werdenden Eltern. Die Wartelisten der Einrichtungen sind übervoll, seit vielen Jahren.

Das hat sich auch jüngst wieder beim Fachtag im Landratsamt gezeigt, aktuell in Fernsehbeiträgen oder in Berichten der regionalen Presse. 

Der Auenhof hilft mit: 
Neben schon bestehenden Wohnangeboten sowohl ambulant betreut als auch stationär, wird unser laufendes Wohnprojekt auf dem Auenhof weitere 24 Menschen versorgen können.  

Angenehmer Nebeneffekt für die aus dem Ruder gelaufenen Kreisfinanzen: Zu geringeren Kosten und mit weniger Betreuungsaufwand als kleine vereinzelte Einheiten, auch weil Synergien mit den bestehenden Häusern genutzt werden können. Und auch zum Vorteil von Menschen, die eine überschaubare Umgebung brauchen, damit sie so weit als möglich selbstbestimmt am Leben teilnehmen können.
Es sollen ja nicht nur die „pflegeleichten“ die wenig Betreuung brauchen, Teilhabe erfahren. Dass für diejenigen das ambulant betreute Wohnen optimal geeignet ist und dabei auch noch vergleichsweise kostengünstig ist, liegt auf der Hand und wird auch beim Auenhof seit Jahren praktiziert. 
Anders bei Menschen, die möglicherweise eine Nachtwache und eine Rund-um-die-Uhr Betreuung brauchen. Das ist teuer und sehr schwierig umsetzbar.
Dort kommen aber auch die stationären Wohnformen an ihre Grenzen, weil die Anzahl der finanzierten Fachkräfte nicht ausreicht, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Wenn die Kritiker*Innen dieser Wohnformen mithelfen, dass mehr Betreuung finanziert wird, ist allen geholfen. #TeilhabeErmöglichen

Man sieht: 
Vielfalt und Diversität sind wichtig für diese gewaltigen Aufgaben. Ob ambulant betreutes Wohnen unter der Regie eines Trägers oder die sich weiter entwickelnden Wohnheime der verschiedenen Träger wie Lebenshilfe, Caritas, Auenhof und viele andere. Oder über privat und in Elternhand organisierten WGs, wie es einige wagen. 

Schön auch zu sehen, dass Ideen wie Leben und Arbeiten unter einem Dach, ergänzt mit Kunst und Kultur inzwischen Anklang auch bei bei Nichtbehinderten finden. Mit Konzepten wie sie beispielsweise beim alten Schlachthof in Pforzheim angedacht sind, haben wir seit vielen Jahren gute Erfahrungen gemacht. 

Wenn alle Beteiligten mit der jeweiligen Lösung zufrieden sind und diese praktikabel ist, ist das ein großer Erfolg. Den selbst betroffenen Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – sollte man eigene Entscheidungen zutrauen und diese dann respektieren. Unser gemeinsames Ziel ist es, Barrieren auch im Denken abzubauen und die Vielfalt unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Der Grundsatz ‚Nichts über uns ohne uns‘ steht dabei im Mittelpunkt. 
Menschen mit Behinderung vom Auenhof geben ihre Erfahrungen dazu schon seit einiger Zeit bundesweit in Seminaren und im Bundesvorstand unserer Verbandsorganisation weiter. 

Praktikable und realisierbare Lösungen zählen, die allen Betroffenen zugutekommen. 
Ansätze, die nur einer kleinen Gruppe helfen oder gar nicht über die Konzeptphase hinausreichen, bringen uns nicht weiter. Mit den knappen finanziellen und personellen Ressourcen muss man verantwortungsvoll umgehen, damit alle profitieren. Gemeinsam finden wir Wege, die nachhaltig und inklusiv sind.

Unser immer noch aktueller Hilferuf dazu:
Wir suchen im Moment dringend Wohnraum, möglichst in Bauschlott, für eine kleine ambulant betreute WG, die demnächst ihre langjährige Bleibe verlieren wird. 
Aber auch grundsätzlich wird weiterer Wohnraum für den Ausbau des ambulant betreuten Wohnen gesucht.
Wer hilft? Kontakt: nikolaus.ebner@auenhof.org. 
#InklusionErmöglichen

Aktuelles

von RI 13. August 2026
von RI 26. Juli 2026
Angerfest
von RI 22. Juli 2026
Nicht am Menschen sparen
von RI 14. Juli 2026
Sommerfest 2026
von RI 29. Juni 2026
Johanni-Feier und inklusiver ökumenischer Gottesdienst
von RI 22. Juni 2026
Zweite Runde für den Bewegungspark
von RI 10. Juni 2026
Spatenstich
von RI 18. Mai 2026
Verschönerungstag
von RI 9. Mai 2026
Am 7. Mai fand auf dem Pforzheimer Marktplatz der Europäische Protesttag für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderung statt. Der Auenhof war natürlich dabei, mit einer richtig großen Gruppe. Zuvor war schon in Stuttgart eine große Kundgebung, bei der auch der Anthropoi-Bundesverband und natürlich auch Andreas Wiesenfarth als inklusives Vorstandsmitglied teilgenommen hat. Wir alle haben dabei die Menschen vertreten, die nicht so sehr das große Wort führen und sich nicht eloquent Gehör verschaffen können. Vielleicht ist dem einen oder anderen Besucher durch die Vielfalt unserer Gruppe bewusst geworden, dass es ganz unterschiedliche Lösungen und Hilfsangebote für die verschiedenen Bedürfnisse braucht. Dafür steht der Auenhof: Ambulant betreute Wohngemeinschaften in verschiedenen Gemeinden wie auch gemeinschaftliches Wohnen auf dem Auenhof. Arbeiten auf dem "normalen" Arbeitsmarkt und Arbeiten zusammen mit Bethesda in der Wäscherei oder in der Gärtnerei, dem Hofladen, der Manufaktur oder der Warmküche um den Auenhof herum. Und Förderung und Betreuung sowie Tagesstruktur für Menschen, die nicht den ganzen Tag arbeiten können. Das Ziel ist ein erfülltes Leben in seiner ganzen Vielfalt mit den ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten, die die Menschen mitbringen. Alle diese Lösungen haben ihre Berechtigung und stehen gleichwertig nebeneinander.
von RI 23. April 2026
Dank dem intensiven und lautstarken Support der KSC-Fans vom Auenhof konnte der KSC am 10. April ein überragendes 4:1-Ergebnis gegen die Arminia Bielefeld einfahren. Auch beim Sport gilt: Der Auenhof hilft, wo er kann. 😉 Vielen Dank dem KSC, dass er dieses tolle Erlebnis gesponsert hat! Unsere Fußball-Experten dankten es dem KSC durch bedeutende Investitionen in Fan-Artikel im dortigen Shop. Und ebenso herzlichen Dank allen Haupt- und Ehrenamtlichen vom Auenhof, die begleitet haben und damit den Ausflug ermöglicht haben 😍.
Mehr Beiträge anzeigen