von RI
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7. April 2026
Ende März fand der inklusive, regionale Selbsthilfetag der Anthropoi Selbsthilfe am Auenhof statt. Menschen mit Betreuungsbedarf und ihre Angehörigen haben ihre Erfahrungen zum Thema Selbstbestimmung beim Arbeiten, beim Wohnen und bei der Freizeitgestaltung ausgetauscht und sich wieder einmal untereinander wertvolle Hilfestellungen und Tipps geben können. Deutlich war auch hier wieder: Die betroffenen Menschen wissen, wo, wie und mit wem sie ihr Leben gestalten wollen. Was sie dazu brauchen, neben den ihnen zustehenden gesetzlichen Leistungen: Ein zugewandtes Umfeld und die Bereitschaft, Ihnen zuzuhören. Und bei Bedarf auch die Dienstleistung ihrer gesetzlichen Betreuer, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Was sie nicht brauchen: Bevormundung und Aufdrängen von Vorstellungen über die Art, wie sie zu leben, zu arbeiten und ihre Freizeit zu verbringen haben. Von niemandem. Weil: Personenzentrierung ist kein Schlagwort für Sonntagsreden, sondern gilt auch, wenn die jeweiligen Vorstellungen der Betroffenen anders sind, als es ins eigene Weltbild passt. Die Welt der Menschen mit Behinderung und das Spektrum der Bedürfnisse passt nicht in kleine, durch ideologische Denksperren begrenzte Kästchen. Nichts über uns, ohne uns. Das wurde an diesem Tag wieder deutlich. Auch und gerade für diejenigen Menschen mit Behinderung, die sich nicht eloquent präsentieren können und ihre Bedürfnisse nicht als vermeintlich allgemeingültig darstellen können. Zu oft gehen laute Diskussionen und Selbstdarstellungen an der Lebenswelt genau dieser Menschen weit vorbei. Das muß anders werden.